Das Lauftraining stand in diesem Sommer unter keinem guten Stern. Nach einer Handoperation war bis Mitte Juli Laufpause. In den folgenden heißen Wochen war Training nur bedingt möglich.
Mit wenigen Laufkilometern am Buckel stehe ich um 7:30 im Start und hoffe auf eine Zielzeit unter 6:30 Stunden. Nach dem Regen in der Nacht ist es bewölkt bei Temperaturen um die 10 Grad und teilweise leicht darüber. 43 Kilometer und 1.650 Höhenmeter bergauf und 900 bergab liegen vor mir.
Die ersten Kilometer nehme ich zügig in Angriff. Der Beginn des Anstiegs auf die Gis ist vom Untergrund her besser als erwartet – schmutzig aber nicht morastig. Hinauf zur Gis hole ich die ersten Geher ein. Alle sind gut drauf und teilweise schon um 6 Uhr gestartet. Der Sternsteintrail ist ein Event im neuen Format. Das Erlebnis und nicht die Zeit steht im Vordergrund. Dafür werden eine perfekte Markierung der Strecke und guten Verpflegung an vier Labestationen geboten. Der Veranstalter Christoph Hain gibt sich große Mühe!
Nach 1:30 Stunden, 10,5 Kilometer und 700 Höhenmeter ist die Gis erreicht. Meine Frau Ingrid wartet geduldig auf mich und versorgt mich mit Getränken und von ihr selbstgemachten Riegeln. Liebe Ingrid, vielen Dank dafür! Nach Kirchschlag geht es zuerst bergab und ich lasse meine Füße so richtig laufen. Kirchschlag (15,5 Kilometer) wird nach gut 2 Stunden erreicht.
In Zwettl an der Rodl komme ich in genau 3 Stunden an. 24,5 Kilometer und 1.000 Höhenmeter sind viel schneller als erwartet geschafft. Nun folgt der liebliche Bienentrail entlang der malerischen Rodl zum Golfplatz Sterngartl. Ich bin voll motiviert und laufe auch die Bergaufstrecken nach Schönau. Dafür war ich zu schnell und verpasse Ingrid, die 2 Minuten später eintrifft. Macht nichts, denn nach Bad Leonfelden sind es doch nur 5 Kilometer durch den lieblichen Sternwald.
Die Ankunft in Bad Leonfelden ist nach 35 Kilometern in 4:20 Stunden. Ich freue mich auf die Labestation mit den guten, selbst hergestellten Müsliriegeln. Ein wahrer Genuss! Gut gelabt nehme ich die 6,5 Kilometer und 450 Höhenmeter bis zum Sternsteingipfel in Angriff. Die Kräfte lassen nach und die Härte beginnt. Nach 50 Minuten ist der Gipfel mit der Warte (1.125 m) erreicht. Überglücklich laufe ich zum Gasthof Waldschenke, wo sich das Ziel befindet. Jeder Teilnehmer wird hier mit lautem Kuhglockengeläute empfangen. Eine gute Suppe und ein Radler runden das schöne Erlebnis ab.
5 Stunden 30 Minuten – viel schneller als erwartet ist die Laufzeit. Von den 360 gemeldeten Teilnehmern komme ich als 28. ins Ziel. Nächstes Jahr wieder! Ich hoffe, dass einige Leser auch dabei sein werden!












