Sternstein Wintertrail – hart und schön!

Vor zwei Wochen bin ich beim Versuch Linz – Sternstein auf der Gis im wahrsten Sinn des Wortes im hohen Schnee stecken geblieben.

Es ist 5:30 Uhr, sternenklar und kalt. Ich starte den Wintertrail am Linzer Hauptplatz. Am Weg zu Gis müssen einige durch den Schneedruck gefallene Bäume überwunden werden. Es liegt kaum Schnee, dafür ist der Weg sehr nass. Auf der Gis erwartet mich ein traumhaftes Morgenrot als Vorfreude auf den nahenden Sonnenaufgang.

Im sonnigen Kirchschlag liegt die Temperatur leicht unter dem Gefrierpunkt, doch durch den heftigen Wind fühlt es sich deutlich kälter an. Wo sind andere Wanderer oder Läufer geblieben? Bis Bad Leonfelden kommen mir gerade mal zwei Wanderer entgegen.

Vor Zwettl an der Rodl muss eine permanent feuchte Wiese gequert werden. Heute steht das Wasser knöchelhoch und ich darf eine Ausweichroute suchen. Ein paar Schneeflecken geben die Chance dem Wasser halbwegs auszuweichen. Es sollte noch schlimmer kommen. Den Bienenweg würde ich als eisigen Wasserweg bezeichnen. Nach dem Golfplatz Sterngartl folgt die malerische Steinbrücke. Der Weg war in einem See verschwunden. Die Ausweichroute führte über den Bach, der auf einem wackeligen Baumstamm zu überqueren war. Eine Herausforderung im schönsten Sonnenschein!

Im Sternwald war der noch immer schneereiche Weg gefroren, hart und eisig. Bad Leonfelden ist erreicht. Jetzt folgt „nur“ mehr der Sternstein. Im Sommer kein Problem – jetzt aber zeigt er sich von der harten Seite. Viel Schnee – meist gefroren erfordert viel Kraft.

Angekommen am Gipfel bei der Warte sind alle Strapazen vergessen und Glücksgefühle für das Geschaffte kommen auf. Eigentlich wollte ich ja auch noch nach Linz zurück – doch dies ist im Winter kaum möglich.

Der Abstieg zur Waldschenke ist viel eisiger, als beim Aufstieg bemerkt. Durch das langsame Tempo wird mir so richtig kalt und ich bin sehr froh, dass mich meine Gattin Ingrid mit dem Auto abholt.

Hinterlasse einen Kommentar