Sternstein Wintertrail – tolles Erlebnis!

Die Entscheidung, am 27.12.2024 zu starten war goldrichtig! Nach dem guten Wetterbericht stand ich hoffnungsvoll um 8 Uhr am Hauptplatz mit dem Ziel, in 7 Stunden den Sternstein zu erreichen. Es war trüb und hatte minus 2 Grad. Ein Vorteil, denn der nasse Boden im Diesenleitenbachtal war gefroren. Nach Überklettern einiger, noch immer nicht weggeräumten Bäume blinzelte die Sonne schon durch den Nebel. Bald war ein wolkenloser Himmel zu sehen und die Freude am Laufen stieg gewaltig.

Auf halben Weg zur Gis holte ich einen Traktor ein, der fahrend im Hohlweg zwei Bäume im Schlepptau hatte. Überholen war unmöglich und so trottete ich hinterher. Auf der Gis zeigte das Thermometer schon leichte Plusgrade. Ganz oben bei der Warte lag noch Schnee und machte das Bergablaufen mehr als interessant. Apere Stellen wechselten mit eisigen und schneebedeckten Abschnitten.

Kirchlag war bald erreicht. In Kindertagen sind wir hier Schi gefahren, doch jetzt ist alles aper. Richtung Bad Leonfelden folgte ein 20 Kilometer langer Abschnitt, der gut zu laufen ist. Eine dünne Schneedecke auf den Waldwegen dämpfte die angenehme Laufbewegung. Die nasse Wiese vor Zwettl an der Rodl war gottseidank gefroren. Füher als erwartet wurde Zwettl nach 3:20 Stunden erreicht. 25 Kilometer waren geschafft – 18 lagen noch vor mir.

Entlang des beschaulichen Distelbaches führte der Weg zum Golfplatz Sterngartl. Ein malerischer Platz – auch im Winter! Ein paar Minuten später erreichte ich die idyllische Steinbrücke. Jedoch wurde die Freude jäh getrübt, denn der Weiterweg über die Wiese stand unter Wasser. Auch auf der Ausweichrute wurden die Füße ordentlich nass. Zudem war ein Bach nur über ein vereistetes schmales Brett zu überqueren. Eine heikle Angelegenheit!

Im Sternwald nach Bad Leonfelden war der Weg unvermutet wegen Holzschlägerungsarbeiten gesperrt. Was tun? Ab durchs Fichtendickicht! Unangenehm aber notwendig! Bad Leonfelden wurde nach 4:45 Stunden erreicht. Ingrid – die gute Seele der Ultraläufe – wartete schon auf mich mit Verpflegung und Getränken. Vielen Dank -ohne dich wärs nur halb zu schön!

Das Beste – der Aufstieg auf den Sternstein – folgte zum Schluss. Die zuerst aperen Wege wurden immer eisiger. Der Anstieg zum Gasthaus Waldschenke war schneebeckt und rutschig. Doch die letzten 100 Höhenmeter zum Gipfel hatten es in sich! Steinige vereiste Wege forderten die letzte Kraft. Nach 41,5 Kilometer in 5:52 Stunden erreichte ich die Warte am Gipfel auf 1.125 Meter Seehöhe. Hurra ich hatte es wieder einmal geschafft! Voller Freude sah ich dem bunten Treiben der Schifahrer zu, die auf der anderen Seite ins Tal fuhren. Noch ein Kilometer und das Ziel beim Gasthof Waldschenke war in Sicht. Bei 8 Grad auf einem sonnigen Bankerl feierten Ingrid und ich den gelungenen Tag.

42,5 Kilometer – 1.680 Höhenmeter – 6:05 Stunden

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