Sternsteintrail – ein schönes Erlebnis!

Am Start um 7:30 in der Linzerie freue ich mich auf einen sonnigen Lauf. In den letzten beiden Jahren lag die Zeit über 6 Stunden – diesmal soll es schneller werden.

Im flotten Laufschritt starte ich über die Nibelungenbrücke. Nach dem Gasthaus Lehnerwirt beginnt der Trail. Dieser war immer feucht und morastig. Durch den vielen Regen im Sommer ist der Weg noch dazu fast zugewachsen. Zweimal bleibe ich an einem Stein hängen und kann einen Sturz nur knapp verhindern. Im Wald auf die Gis ist das Laufen oder das schnelle Gehen mit den Stöcken eine Freude. Die ersten Mitstreiter werden überholt – alle sind motiviert und gut gelaunt.

Wie gewünscht ist die Gis nach 1:35 Stunden bei Kilometer 11 erreicht. Meine Frau Ingrid erwartet mich bereits. Sie ist die gute Seele und bei den Ultraläufen immer dabei, damit ich mit allem Notwendigen versorgt bin. Jetzt geht es Richtung Kirchschlag zuerst einmal 200 Höhenmeter bergab -dann wieder bergauf. Schöne Forststraßen und Waldwege erfreuen das Läuferherz. Nach 2:10 Stunden ist Kirchschlag erreicht.

Um mein Ziel zu erreichen muss ich Gas geben. Bergab Richtung Zwettl/Rodl sind einige Kilometer unter 4:30 Minuten dabei. Es macht richtig Spaß, denn nach knapp über 3 Stunden Laufzeit bin ich schon in Zwettl. Es folgt der schöne Bienenweg zum Golfplatz Sterngartl, wo mich Ingrid schon erwartet.

„Wenn du schnell bist, erreichst du mich in Schönau“ sage ich zu ihr und bin schon dahin. Zu schnell, denn bergab im Wald trifft mich ein vorstehender Ast voll auf der rechten Schulter. Schmerz beiseite und weiter gehts! Ingrid hat es wirklich geschafft und ist vor mir in Schönau. Dankend nehme ich Wasser entgegen, dann die Temperatur ist inzwischen auf 25 Grad gestiegen.

Im lieblichen Sternwald ist von der Hitze weniger zu spüren. Dennoch bin ich froh bei der Holzfällerhütte eine Wasserstelle zu haben. Diese muss ich mit einem durstigen Hund teilen, der wenig erfreut ist. Nach 4:30 Stunden ist Bad Leonfelden erreicht. Bei der Labstation gibt es selbstgemachte, köstliche Müsliriegel.

Jetzt geht es ans Eingemachte! Der erste Anstieg zum Sternstein liegt in der Sonne, die auf meinen Rücken brennt. Im Wald nehme ich das Tempo zurück um oben gut anzukommen. Oberhalb der Waldschenke erwartet mich Ingrid und löscht meinen Durst. Der restliche Anstieg zum Gipfel ist dennoch eine Qual. Nach 5:30 Stunden ist der Gipfel mit der Warte erreicht. Ein hervorragender Gipfelschnaps belohnt die Mühen. Vorsichtig den steinigen Weg bergab und nach 15 Minuten werde ich mit Kuhglockengeläut im Ziel bei der Waldschenke empfangen.

43 Kilometer, 1650 Höhenmeter, Zeit: 5:47 Stunden, 36. Platz von 530 Teilnehmern, 2. Platz AK 50 und AK 60

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