Den richtigen Tag für den Sternstein Wintertrail zu finden war nicht ganz einfach. Zuerst war kein Schnee und dann war es sehr kalt. Am 6. Jänner 2026 war es dann soweit. Passables Wetter war vorhergesagt.
Um 8 Uhr wurde gestartet, um das Ziel – heuer in Bad Leonfelden- bis 16 Uhr zu erreichen. Die letzten Tage waren sehr frostig. Dies zeigte sich gleich am Anstieg zur Gis, denn der Weg neben dem Diesenleitenbach war komplett vereist. Die Winterlaufschuhe mit Spikes waren notwendig um hier durchzukommen. Dafür war die Schneemenge noch überschaubar.
Auf der Gis zeigte das Thermometer Minus 8 Grad und ich freute mich schon auf ein warmes Getränk. Meine Frau Ingrid begleitete mich auch heute und sorgte für die richtige Verpflegung. Vielen Dank dafür – ohne dich hätte ich es nicht geschafft!
Von der Warte auf der Gis Richtung Kirchschlag wurde der Schnee immer mehr. Vorsichtiges Bergablaufen war angesagt um ja nicht zu stürzen. Von Kirchschlag Richtung Zwettl an der Rodl zeigte sich das Wetter von der harten Seite. Trotz sehr warmer Kleidung, Sturmhaube und Kapuze ließ der eiskalte Wind das Gesicht einfrieren.
Nach knapp vier Stunden waren 25 Kilometer absolviert und Zwettl erreicht. Der schöne Bienenweg war diesmal wegen einer Baustelle gesperrt. Am Golfplatz Sterngartl vergnügten sich die Eisstockschützen und Langläufer. Nach dem lieblichen Ort Schönau ging es über den Sternwald nach Bad Leonfelden. Viel lockerer Schnee machte das Laufen sehr anstrengend.
Am Anstieg zum Sternstein zeigte sich die Kälte durch kalte Füße und Hände. Schneeverwehungen und eine tief verschneite Winterlandschaft erwarteten mich. Nach einer guten Stunde war der Gipfel erreicht. Heuer war noch der Weg ins Tal nach Bad Leonfelden zu absolvieren. Das Ziel war der Gasthof Leonfeldnerhof, wo schon ein Bier und die Medaille auf mich wartete. Die Wirtin wunderte sich sehr, dass bei diesem Wetter jemand den Wintertrail schaffte!
46 Kilometer, 1.700 Höhenmeter, 7:30 Stunden






















